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Was kostet ein Website-Relaunch? Budgetplanung für den Mittelstand

Ein Website-Relaunch ist eine der größten Digitalinvestitionen im Mittelstand und gleichzeitig eine der intransparentesten. Dieser Guide schlüsselt auf, welche Kostenfaktoren einen Relaunch tatsächlich bestimmen, welche Rolle KI und Barrierefreiheit 2026 spielen und warum die Kosten nach dem Go-Live oft unterschätzt werden.

Makroaufnahme: Fingerspitze drückt eine Taschenrechner-Taste, darunter Blätter mit Balkendiagrammen

Für wen ist dieser Guide?

Dieser Artikel richtet sich an Entscheider in mittelständischen Unternehmen, Kliniken, Stiftungen und Organisationen, die vor einem Website-Relaunch stehen und wissen wollen, was auf sie zukommt.

Dieser Guide ist richtig für euch, wenn:

  • Ihr ein Budget für einen Relaunch freigeben oder intern argumentieren müsst
  • Ihr Angebote von Agenturen vergleichen wollt und nicht wisst, was realistisch ist
  • Ihr eine bestehende Website habt, die nicht mehr funktioniert — technisch oder inhaltlich
  • Ihr zum ersten Mal mit einer Agentur zusammenarbeiten wollt

Dieser Guide ist nicht das Richtige, wenn:

  • Ihr eine einfache Landingpage oder einen One-Pager braucht
  • Ihr ein Baukasten-System wie Wix oder Squarespace nutzen wollt
  • Ihr selbst Entwickler seid und technische Architektur-Details sucht

Website-Relaunch

Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neugestaltung und technische Neuentwicklung einer bestehenden Website. Ziel ist es, Design, Technik, Inhalte und Struktur an aktuelle Anforderungen anzupassen — von Suchmaschinenoptimierung über Barrierefreiheit bis zur Nutzererfahrung.

Total Cost of Ownership (TCO)

Die Total Cost of Ownership beschreibt die Gesamtkosten eines Website-Projekts über seinen gesamten Lebenszyklus — nicht nur die Erstellung, sondern auch Hosting, Wartung, Content-Pflege und Weiterentwicklung. Ziel ist eine realistische Budgetplanung, die über den Go-Live hinausdenkt.

Festpreis vs. Stundensatz

Ein Festpreis ist ein verbindlicher Gesamtpreis für ein definiertes Projektpaket. Beide Seiten wissen vorher, was es kostet. Beim Stundensatz wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet — flexibler, aber schwerer kalkulierbar.

Die 7 Kostenfaktoren eines Relaunches

Ein Website-Relaunch ist kein einzelner Posten, sondern setzt sich aus mehreren Phasen zusammen. Jede Phase hat eigene Kostentreiber. Wer versteht, woraus sich der Preis zusammensetzt, kann Angebote besser einordnen — und weiß, wo Einsparpotenzial liegt und wo nicht.

1. Strategie & Konzeption

Bevor eine einzige Seite gestaltet wird, braucht es Klarheit: Wen wollt ihr erreichen? Was soll die Website leisten? Wie ist die Konkurrenz aufgestellt?

In dieser Phase entstehen Zielgruppenanalyse, Informationsarchitektur, Seitenstruktur und ein inhaltliches Konzept. Gute Konzeption spart in der Umsetzung Zeit und Geld — schlechte Konzeption führt zu teuren Korrekturen später.

Typische Kosten: 3.000–15.000 €

Wer an der Strategie spart, zahlt doppelt. Eine Website ohne klare Ziele wird hübsch, aber nutzlos.

2. UX-Design & Gestaltung

UX-Design (User Experience) sorgt dafür, dass Besucher finden, was sie suchen. UI-Design (User Interface) sorgt dafür, dass es dabei gut aussieht. Beides zusammen entscheidet darüber, ob eure Website Vertrauen aufbaut oder Besucher nach drei Sekunden wieder verschwinden.

Die Kosten hängen davon ab, ob ihr auf ein angepasstes Template setzt oder ein komplett individuelles Design entwickeln lasst. Individuelle Designs kosten mehr, zahlen sich aber bei Unternehmen mit starker Marke aus.

Typische Kosten: 5.000–25.000 €

3. Technische Umsetzung & CMS

Hier wird das Design in eine funktionierende Website verwandelt. Die Kosten hängen stark vom gewählten Content-Management-System (CMS), der Komplexität der Funktionen und den benötigten Schnittstellen ab.

Eine einfache Unternehmensseite mit Standardfunktionen kostet deutlich weniger als ein Projekt mit Mehrsprachigkeit, Benutzerrollen, Formularen mit Workflow-Logik oder Anbindungen an CRM- und HR-Systeme.

Typische Kosten: 10.000–60.000 €

Die technische Umsetzung ist der größte Einzelposten. Hier entscheidet die Wahl des CMS und der Funktionsumfang über den Preis. Systeme wie TYPO3 eignen sich besonders für komplexe Anforderungen — Mehrsprachigkeit, Rechtemanagement und Enterprise-Integrationen sind nativ abgedeckt.

4. Content — Texte, Bilder, SEO

Content wird bei der Budgetplanung am häufigsten unterschätzt. „Die Texte schreiben wir selbst“ klingt gut, dauert aber erfahrungsgemäß drei- bis viermal so lange wie geplant — und bremst das gesamte Projekt.

Professionelle Texterstellung, Bildrecherche, SEO-Optimierung und die Migration bestehender Inhalte gehören zu den zeitintensivsten Aufgaben eines Relaunches. Wer hier investiert, hat eine Website, die bei Google gefunden wird. Wer hier spart, hat eine schöne Website, die niemand sieht.

Typische Kosten: 2.000–20.000 €

5. Barrierefreiheit — das BFSG macht es zur Pflicht

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es verpflichtet Unternehmen, die digitale Dienstleistungen für Verbraucher anbieten, zur Barrierefreiheit ihrer Websites. Wer einen Online-Shop betreibt, Buchungen anbietet oder Dienstleistungen online verkauft, muss handeln.

Was das konkret bedeutet:

  • Texte müssen für Screenreader lesbar sein
  • Bilder brauchen aussagekräftige Alt-Texte
  • Formulare müssen per Tastatur bedienbar sein
  • Farbkontraste müssen mindestens 4,5:1 betragen
  • Eine Barrierefreiheitserklärung muss veröffentlicht werden

Typische Kosten: 2.000–20.000 € (je nach Bestandsseite)

Ausnahmen: Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern und unter 2 Millionen Euro Jahresumsatz sind von den Dienstleistungspflichten befreit.

Wer Barrierefreiheit erst nachträglich umsetzt, zahlt erfahrungsgemäß doppelt. Beim Relaunch ist der richtige Zeitpunkt, es von Anfang an richtig zu machen.

6. Migration & Redirect-Strategie

Wer eine bestehende Website ablöst, muss sicherstellen, dass keine Suchmaschinenrankings verloren gehen. Jede alte URL, die auf eine neue Adresse umzieht, braucht eine saubere Weiterleitung (Redirect). Ohne durchdachte Redirect-Strategie könnt ihr über Nacht eure Google-Sichtbarkeit verlieren.

Dazu kommt die Datenmigration: Bestehende Inhalte, Bilder, Dokumente und Formulardaten müssen in das neue System überführt werden.

Typische Kosten: Im Projektmanagement-Budget enthalten oder 2.000–8.000 € bei komplexen Migrationen.

7. Projektmanagement & Qualitätssicherung

Jedes professionelle Relaunch-Projekt braucht Koordination: Abstimmungen, Feedback-Runden, Tests auf verschiedenen Geräten, Performance-Checks und eine saubere Abnahme vor dem Go-Live.

Dieser Posten wird selten einzeln ausgewiesen, liegt aber typischerweise bei 10–20 % der Gesamtkosten. Bei einer Agentur, die alles aus einer Hand liefert, sind die Wege kürzer und der Overhead geringer als bei Projekten mit mehreren Dienstleistern.

Was kostet ein Relaunch? Realistische Bandbreiten

Die Wahrheit ist: „Was kostet ein Website-Relaunch?“ lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten. Aber mit Bandbreiten, die euch helfen, euer Budget realistisch zu planen.

Die folgende Tabelle zeigt branchentypische Gesamtkosten — basierend auf dem, was professionelle Agenturen im DACH-Raum aktuell aufrufen:

Kleines ProjektMittelgroßes ProjektKomplexes Projekt
Typisches Profil5–10 Seiten, angepasstes Template, einfaches CMS15–30 Seiten, individuelles Design, CMS mit Rechtemanagement30+ Seiten, Mehrsprachigkeit, Integrationen, Barrierefreiheit
BeispielHandwerksbetrieb, lokaler DienstleisterMittelständler mit Fachbereichen und BlogKlinikverbund, Stiftung, internationales Unternehmen
Gesamtkosten5.000–15.000 €20.000–50.000 €50.000–120.000 €+
Typische Dauer4–8 Wochen2–4 Monate4–8 Monate

Diese Zahlen umfassen Strategie, Design, Technik, Content und Projektmanagement. Nicht enthalten sind laufende Kosten nach dem Go-Live — dazu mehr weiter unten.

Der KI-Faktor — was sich 2026 verändert hat

Künstliche Intelligenz verändert Website-Projekte auf drei Ebenen gleichzeitig: Sie senkt Kosten im Erstellungsprozess, erhöht Kosten bei neuen Features und verändert grundlegend, wie eure Website bei Google funktioniert. Wer 2026 einen Relaunch plant, sollte alle drei Ebenen kennen.

KI im Relaunch-Prozess — wo sie Kosten senkt

KI-Tools beschleunigen Arbeitsschritte, die bisher viel manuelle Zeit gekostet haben:

  • Content-Erstellung: Textentwürfe, Meta-Beschreibungen und Alt-Texte lassen sich mit KI in einem Bruchteil der Zeit erstellen. Die redaktionelle Überarbeitung bleibt, aber der Rohtext steht schneller.
  • Design-Prototyping: KI generiert Layout-Varianten und Wireframes als Diskussionsgrundlage — das verkürzt die Konzeptionsphase.
  • Code-Generierung: Standardkomponenten und Konfigurationen lassen sich KI-gestützt schneller umsetzen.
  • Qualitätssicherung: Automatisierte Tests, Accessibility-Checks und Performance-Analysen sparen Testaufwand.

Was das für euer Budget bedeutet: Agenturen, die KI in ihren Workflow integriert haben, arbeiten effizienter. Das kann Projektkosten um 15–30 % senken — vor allem in den Bereichen Content und Entwicklung. Aber: KI spart Zeit bei der Umsetzung, nicht bei der Strategie. Die Fragen „Wen wollt ihr erreichen?“ und „Was soll eure Website leisten?“ beantwortet keine KI.

KI auf der fertigen Website — wo sie Kosten erhöht

Neben dem Erstellungsprozess gibt es KI-Funktionen, die direkt auf eurer Website laufen — und die kosten extra:

  • Chatbots und virtuelle Assistenten: Automatisierte Kundenberatung auf eurer Website. Setup ab 1.000–4.000 €, dazu laufende API-Kosten.
  • Personalisierung: Inhalte, die sich je nach Besucherprofil anpassen — unterschiedliche Startseiten für unterschiedliche Zielgruppen.
  • Intelligente Suche: Suchfunktionen, die Synonyme verstehen und Ergebnisse nach Relevanz sortieren.
  • Automatische Übersetzung: KI-basierte Übersetzung (z.B. DeepL) für mehrsprachige Websites — schneller und günstiger als manuelle Übersetzung, aber mit Qualitätskontrolle.

Die ehrliche Einschätzung: Nicht jede Website braucht einen Chatbot. Fragt euch: Löst dieses Feature ein echtes Problem unserer Besucher? Wenn ja, plant Budget ein. Wenn nein, investiert das Geld lieber in bessere Inhalte.

KI verändert SEO — warum eure Website anders gebaut werden muss

Die größte Veränderung durch KI betrifft nicht euer Projekt, sondern Google selbst. Seit 2025 zeigt Google bei vielen Suchanfragen sogenannte AI Overviews — KI-generierte Zusammenfassungen direkt in den Suchergebnissen. Das bedeutet: Nutzer bekommen Antworten, ohne eure Website zu besuchen.

Was das für euren Relaunch bedeutet:

  • Eure Inhalte müssen so strukturiert sein, dass Google sie als Quelle für AI Overviews zitiert
  • Strukturierte Daten (Schema.org) sind wichtiger denn je — sie helfen Suchmaschinen, eure Inhalte zu verstehen
  • Klare Definitionen, FAQ-Abschnitte und Entscheidungshilfen sind die Formate, die zitiert werden
  • „Dünnere“ Inhalte ohne echte Substanz werden unsichtbar

Wer 2026 einen Relaunch macht, ohne diese Veränderungen zu berücksichtigen, investiert in eine Website, die bei Google an Sichtbarkeit verliert, statt zu gewinnen.

Die vergessenen Kosten — was nach dem Go-Live kommt

Die meisten Relaunch-Budgets enden am Tag des Go-Live. Aber eine Website ist kein Buch, das man einmal druckt. Sie ist eine lebende Plattform, die gepflegt, geschützt und weiterentwickelt werden muss.

Hosting & Infrastruktur: 40–200 €/Monat, je nach Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit und Sicherheit. Professionelles Hosting mit täglichen Backups und SSL-Zertifikaten ist Pflicht.

Wartung & Sicherheit: CMS-Updates, Sicherheitspatches, Monitoring und Bugfixes. Ohne regelmäßige Wartung entstehen Sicherheitslücken und technische Schulden, die ein späteres Upgrade teuer machen. Typisch: 200–800 €/Monat.

Content-Pflege & Weiterentwicklung: Neue Seiten, Blogartikel, aktualisierte Informationen, saisonale Anpassungen. Eine Website, die nach dem Launch nicht mehr angefasst wird, veraltet innerhalb von Monaten.

SEO & Monitoring: Nach dem Relaunch müssen Rankings beobachtet, Redirects geprüft und die neue Seitenstruktur optimiert werden. Die ersten 90 Tage nach dem Launch entscheiden über den langfristigen SEO-Erfolg.

5 teure Fehler bei der Budgetplanung

Diese Fehler sehen wir immer wieder — und sie kosten jedes Mal mehr, als sie gespart hätten:

1. Kein Budget für Content eingeplant

„Die Texte schreiben wir selbst“ ist der häufigste Relaunch-Killer. In der Praxis fehlt intern die Zeit, die Erfahrung oder beides. Ergebnis: Der Launch verzögert sich um Wochen oder Monate.

2. Barrierefreiheit nachträglich umsetzen

Wer das BFSG beim Relaunch ignoriert und später nachrüstet, zahlt den Aufwand doppelt — einmal für die ursprüngliche Umsetzung, einmal für den Umbau.

3. Laufende Kosten nicht einkalkuliert

Eine Website ohne Wartungsbudget ist wie ein Auto ohne Inspektionsplan. Es fährt eine Weile, aber irgendwann wird es teuer.

4. Den günstigsten Anbieter genommen

Es gibt einen Grund, warum manche Angebote bei 3.000 € liegen und andere bei 30.000 €. Wenn ihr nicht wisst, worin der Unterschied besteht, fragt nach. Und wenn der Anbieter es nicht erklären kann, ist das eure Antwort.

5. Keinen SEO-Plan vor dem Relaunch

Wer die Redirect-Strategie erst nach dem Go-Live plant, hat bereits Rankings verloren. SEO beginnt in der Konzeptionsphase — nicht danach.

Checkliste — Budget-Planung für euren Relaunch

  1. KI-Strategie besprochen: Wo soll KI im Projekt oder auf der Website eingesetzt werden?
  2. Angebote verglichen: Nicht den günstigsten, sondern den transparentesten Anbieter wählen.
  3. Zeitplan realistisch aufgestellt: Mittelständische Projekte dauern typischerweise 3–6 Monate.
  4. SEO-Baseline gemessen: Aktuelle Rankings, Traffic und Conversions dokumentieren — als Vergleichswert.
  5. Redirect-Strategie geplant: Alte URLs auf neue Adressen weiterleiten, bevor der Schalter umgelegt wird.
  6. Budget für laufende Kosten eingeplant: Hosting, Wartung, Content-Pflege (15–20 % p.a.)
  7. Barrierefreiheit geprüft: Fallt ihr unter das BFSG? Wenn ja — im Relaunch gleich umsetzen.
  8. Funktionsanforderungen gelistet: Mehrsprachigkeit, Formulare, Schnittstellen, Suchfunktion?
  9. Content-Verantwortung geklärt: Wer schreibt die Texte — intern, Agentur oder Texter?
  10. Bestandsaufnahme gemacht: Welche Inhalte bleiben, welche fallen weg, welche sind neu?
  11. Interne Stakeholder identifiziert: Wer entscheidet, wer liefert Inhalte, wer gibt frei?
  12. Ziele definiert: Was soll die neue Website leisten? (Leads, Sichtbarkeit, Employer Branding)

Häufig gestellte Fragen

Ein gutes Angebot schlüsselt die Kosten nach Phasen auf: Konzeption, Design, Entwicklung, Content, Projektmanagement. Es benennt, was enthalten ist und was nicht. Es nennt Annahmen und beschreibt, was passiert, wenn sich der Umfang ändert. Und es enthält einen Posten für Barrierefreiheit, wenn ihr unter das BFSG fallt. Wenn ein Angebot nur eine Gesamtsumme nennt — fragt nach.

Plant 15–20 % der Projektkosten als jährliches Budget ein. Das deckt Hosting (40–200 €/Monat), Wartung und Updates (200–800 €/Monat) sowie kleinere Anpassungen ab. Content-Pflege und Weiterentwicklung kommen je nach Umfang dazu. Ohne laufende Betreuung veraltet eine Website innerhalb von 1–2 Jahren.

Teilweise. KI beschleunigt Arbeitsphasen wie Content-Entwurf, Prototyping und Qualitätssicherung — das kann 15–30 % der Projektkosten sparen. Gleichzeitig entstehen neue Kosten, wenn ihr KI-Features auf der Website wollt (Chatbots, Personalisierung). Und die veränderte Google-Suche erfordert eine andere Content-Strategie, die ebenfalls eingeplant werden muss.

Bei einem Relaunch, der Barrierefreiheit von Anfang an mitdenkt, sind die Mehrkosten überschaubar — oft 10–15 % des Gesamtbudgets. Wer nachträglich umbaut, zahlt deutlich mehr: Ein Accessibility-Audit allein kostet ab 500 €, die technische Umsetzung 2.000–20.000 €. Beim Relaunch ist der günstigste Zeitpunkt.

Freelancer sind günstiger und für kleine Projekte oft ausreichend. Bei komplexeren Anforderungen — Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit, laufende Betreuung — braucht ihr ein Team. Eine Agentur bietet Vertretungsregelung, breitere Expertise und langfristigen Betrieb. Das Einzelperson-Risiko entfällt.

Festpreise geben euch Planungssicherheit und eignen sich für klar definierte Projekte. Stundensätze sind flexibler, aber schwerer zu kalkulieren. Viele Agenturen bieten Mischmodelle an: Festpreis für den Kern, nach Aufwand für Zusatzwünsche. Fragt in jedem Fall, was im Angebot enthalten ist — und was nicht.

Für mittelständische Unternehmen sind 3–6 Monate realistisch. Kleine Projekte schaffen es in 4–8 Wochen, komplexe Vorhaben mit Mehrsprachigkeit und Systemintegrationen brauchen 6–12 Monate. Der häufigste Zeitfresser ist die Content-Erstellung — plant dafür großzügig.

Ein einfacher Relaunch mit 5–10 Seiten, angepasstem Template und grundlegender SEO-Optimierung liegt typischerweise bei 5.000–15.000 €. Darin enthalten sind Konzeption, Design, Umsetzung und ein einfaches Content-Management-System. Nicht enthalten sind laufende Kosten für Hosting und Wartung.

Wann lohnt sich ein Erstgespräch mit einer Agentur?

Nicht jeder Relaunch braucht eine Agentur. Aber es gibt klare Anzeichen, dass ihr mit professioneller Unterstützung besser fahrt:

  • Eure aktuelle Website ist älter als 4 Jahre und technisch am Limit
  • Ihr braucht Funktionen, die über eine einfache Unternehmensseite hinausgehen
  • Barrierefreiheit (BFSG) betrifft euch und ihr wisst nicht, wo ihr steht
  • Ihr habt Angebote vorliegen, könnt sie aber nicht einordnen
  • Euer internes Team hat keine Kapazität für ein Website-Projekt
  • Ihr wollt nicht nur eine neue Website, sondern eine, die langfristig betreut wird

Ein gutes Erstgespräch klärt in 30 Minuten, ob ein Relaunch sinnvoll ist, welcher Umfang realistisch ist und in welchem Budgetrahmen ihr euch bewegt. Kostenlos und unverbindlich — dafür ist es da.

Euer Relaunch verdient ein ehrliches Gespräch.

Wir klären gemeinsam, was eure neue Website leisten soll, welches Budget realistisch ist und ob wir die Richtigen dafür sind. 30 Minuten, kostenlos, kein Verkaufsgespräch.

Was kostet ein Relaunch? Realistische Bandbreiten

Die Wahrheit ist: „Was kostet ein Website-Relaunch?“ lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten. Aber mit Bandbreiten, die euch helfen, euer Budget realistisch zu planen.

Die folgende Tabelle zeigt branchentypische Gesamtkosten — basierend auf dem, was professionelle Agenturen im DACH-Raum aktuell aufrufen:

Kleines ProjektMittelgroßes ProjektKomplexes Projekt
Typisches Profil5–10 Seiten, angepasstes Template, einfaches CMS15–30 Seiten, individuelles Design, CMS mit Rechtemanagement30+ Seiten, Mehrsprachigkeit, Integrationen, Barrierefreiheit
BeispielHandwerksbetrieb, lokaler DienstleisterMittelständler mit Fachbereichen und BlogKlinikverbund, Stiftung, internationales Unternehmen
Gesamtkosten5.000–15.000 €20.000–50.000 €50.000–120.000 €+
Typische Dauer4–8 Wochen2–4 Monate4–8 Monate

Diese Zahlen umfassen Strategie, Design, Technik, Content und Projektmanagement. Nicht enthalten sind laufende Kosten nach dem Go-Live — dazu mehr weiter unten.

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